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Verwaltungsrecht

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Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat entschieden, dass die am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Verordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales über zwingende Arbeitsbedingungen für die Branche Briefdienstleistungen (Postmindestlohnverordnung) die Kläger in ihren Rechten verletzt. Mit dieser Verordnung sind Mindestlöhne für die Branche Briefdienstleistungen nach Maßgabe des Tarifvertrages für verbindlich erklärt worden, den der Arbeitgeberverband Postdienste e.V. und die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft “ver.di” im November 2007 geschlossen haben.



Die klagenden Arbeitgeber erbringen mit den von ihnen beschäftigten Zustellern Briefdienstleistungen. Sie sind Mitglied in einem im September 2007 gegründeten Arbeitgeberverband. Dieser und der klagende Arbeitgeberverband haben jeweils im Dezember 2007 mit der beigeladenen Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste einen Tarifvertrag für das Gebiet der Beklagten abgeschlossen. Der darin vereinbarte Bruttomindestlohn liegt unter den in der streitigen Verordnung bestimmten Beträgen.

Das Verwaltungsgericht hat dem Feststellungsbegehren der Kläger stattgegeben. Die Berufung der Beklagten hatte teilweise Erfolg. Das Berufungsgericht hielt die Klagen der Arbeitgeber für unzulässig. Im Übrigen hat es die Entscheidung des Verwaltungsgerichts bestätigt.

Das Bundesverwaltungsgericht hat im Revisionsverfahren das Urteil des Oberverwaltungsgerichts aufgehoben, soweit es die Klagen der Arbeitgeber als unzulässig abgewiesen hat, und im Übrigen die Revision der Beklagten zurückgewiesen. Damit hatten die Kläger mit ihrem Feststellungsbegehren insgesamt Erfolg. Die Feststellungsklagen der Arbeitgeber seien zulässig. Das feststellungsfähige streitige Rechtsverhältnis zwischen der Beklagten und den Klägern folge aus dem Meinungsstreit, ob die Kläger aufgrund der Postmindestlohnverordnung verpflichtet sind, ihren Arbeitnehmern den dort festgesetzten Mindestlohn zu bezahlen. Die Klagen seien auch begründet. Die Postmindestlohnverordnung verletze die Rechte der Kläger, weil die Beklagte bei deren Erlass das gesetzlich in § 1 Abs. 3a Satz 2 Arbeitnehmer-Entsendegesetz a.F. vorgeschriebene Beteiligungsverfahren nicht eingehalten habe. Danach hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales vor Erlass der Rechtsverordnung den in deren Geltungsbereich fallenden Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie den Parteien des Tarifvertrages Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme zu geben. Dies sei nicht in dem vom Gesetz vorgeschriebenen Maße geschehen. Damit seien die Beteiligungsrechte der Kläger verletzt worden.

BVerwG 8 C 19.09 – Urteil vom 28. Januar 2010

Quelle: PM des BVerwG vom 28.01.2010


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Keine Moschee im allgemeinen Wohngebiet

29.12.2009

Der Kläger begehrte eine Baugenehmigung für eine Moschee in dem Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses mit einer Grundfläche von 70 qm sowie einem Raum für Frauen und Jugend von etwa 38 qm und einigen Nebenräumen. Das Grundstück lag in einem allgemeinen Wohngebiet. Wegen des Verstoßes gegen das Rücksichtnahmegebot hatte die Bauaufsichtsbehörde die Genehmigung abgelehnt. Das OVG Niedersachsen [...]

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BVerwG: Dämpfer für Aldi

18.12.2009

Das Bundesverwaltungsgericht hat ein Grundsatzurteil gefällt: Die Stadt München darf die Expansion von Discountern untersagen, um Stadtteilzentren zu schützen. Hat ein Lebensmittel-Discounter, wie zum Beispiel Aldi, schädliche Auswirkungen auf die Geschäfte in kleinen Stadtteilzentren? Über diese Frage hat das BVG in Leipzig am gestrigen Donnerstag verhandelt und festgestellt: Ja, Aldi und Co. schaden der “verbrauchernahen [...]

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Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten

02.12.2009

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass das Elektro- und Elektronikgerätegesetz die Hersteller derartiger Geräte zu Recht verpflichtet, die auf den Sammelstellen der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger bereitgestellten und mit Altgeräten gefüllten Behältnisse auf eigene Kosten zurückzunehmen und zu entsorgen, auch soweit diese fremde Altgeräte enthalten.

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Kein “Künstlerviertel” in Wiesbaden?

16.11.2009

Der Bebauungsplan «Künstlerviertel» der Landeshauptstadt Wiesbaden ist unwirksam. Das hat der Hessische Verwaltungsgerichtshofs in Kassel mit zwei Urteilen vom 12.11.2009 entschieden. Er leide an einem erheblichen Ermittlungs- und Abwägungsdefizit, da er auf einer zu schmalen Tatsachenbasis beschlossen worden sei, kritisierten die Richter. Zwei Unternehmen hatten gegen den Bebauungsplan Normenkontrollanträge beim VGH gestellt (Az.: 4 C [...]

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Schily muss Nebeneinkünfte offenlegen

01.10.2009
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Der SPD-Bundestagsabgeordnete Otto Schily ist mit einer Klage gegen Pflichten zur Offenlegung seiner Nebeneinkünfte gescheitert. Allerdings hob das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein von Bundestagspräsident Norbert Lammert gegen Schily verhängtes Ordnungsgeld von 22.000 Euro am Mittwoch auf. Grund sind Ungereimtheiten in der Verwaltungspraxis des Bundestags. Schily und dessen SPD-Kollege Volker Kröning, der ebenfalls in Leipzig geklagt [...]

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Vierte Landebahn auf dem Frankfurter Flughafen

21.08.2009

Grünes Licht für das Milliardenprojekt: Der Kasseler Verwaltungsgerichtshof genehmigt den Ausbau des Frankurter Flughafens. Allerdings verhängen die Richter Auflagen – und die Gegner der Erweiterung rüsten sich schon für die nächste Instanz. Mit ihrem Urteil erteilten die obersten Verwaltungsrichter Hessens die Erlaubnis für den Bau einer vierten Landebahn und eines dritten Terminals. Nach dem Ausbau [...]

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