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nachträgliche Sicherungsverwahrung

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Kindermorde wie der an Natalie aus Epfach oder Ulrike aus Eberswalde haben immer wieder zu Verschärfungen bei der Sicherungsverwahrung geführt. 500 Menschen – Sexualverbrecher, Gewalttäter, aber auch Diebe und Betrüger – werden derzeit nach dem Ende ihrer Haftzeit sicherungsverwahrt. Das sind so viele wie noch nie.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat im Dezember der Klage eines Gewaltverbrechers gegen seine Sicherungsverwahrung stattgegeben. Die mögliche Folge: Er und etwa 70 weitere Sicherungsverwahrte könnten in den nächsten Monaten freigelassen werden.

Von Experten wird die ständige Ausweitung der Sicherungsverwahrung kritisch gesehen. Denn die Täter sitzen nicht wegen einer Tat, die sie begangen haben im Gefängnis, sondern wegen einer Tat, die sie begehen könnten. Unter Umständen dauert die Sicherungsverwahrung bis zum Tod. Denn wer ohne zeitliche Begrenzung weg gesperrt werden darf oder nicht, hängt eben nicht mehr von der begangenen Straftat ab, sondern wird von Gutachtern und deren Prognosen bestimmt.

Insgesamt sechs Mal wurde das Gesetz zur Sicherungsverwahrung verurteilter Straftäter in den vergangenen Jahren bereits nachgebessert. Die Forderung nach einer grundlegenden Reform wird immer lauter. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erklärt auf Nachfrage, dass man im Ministerium bereits mit Hochdruck an einem Entwurf arbeite. (…)

Quelle: ZDF vom 14.03.2010


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BGH bestätigt Sicherungsverwahrung bei Jugendstrafen

09.03.2010

Jugendliche Täter dürfen auch nach verbüßter Strafe weiter inhaftiert bleiben. Damit lehnt der Bundesgerichtshof ein Revisionsurteil im Fall eines 32-jährigen Mörders ab. (Urteil vom 9. März 2010 – 1 StR 554/09) Danach muss ein 32-Jähriger in Haft bleiben, obwohl er seine Jugendstrafe von zehn Jahren verbüßt hat. Der Täter hatte 1999 nach dem Mord an [...]

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Sexualtäter wegen verstrichener Frist frei

03.02.2010

Eine neue Panne erschüttert die nordrhein-westfälische Justiz. Ein weiterer verurteilter Sexualstraftäter kommt nicht in Sicherungsverwahrung, wie eine Sprecherin des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm mitteilte. Demnach ist der mehrfach vorbestrafte Gewalt- und Sexualverbrecher Anfang Januar der Sicherungsverwahrung entgangen und freigelassen worden, weil die Staatsanwaltschaft Essen eine Frist hat verstreichen lassen. Der Mann wohnt mittlerweile in Marl.

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EGMR-Entscheidung zur Sicherungsverwahrung

17.12.2009

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat heute ein Urteil über die Verlängerung der Sicherungsverwahrung von Straftätern verkündet. Der EGMR beanstandet, dass der deutsche Gesetzgeber die ursprünglich vorgesehene Höchstfrist von 10 Jahren auch für solche Straftäter aufgehoben hat, die ihre Tat schon vor dem Zeitpunkt der Gesetzesänderung begangen hatten. Der EGMR sieht darin einen Verstoß [...]

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Deutschland muss Gewaltverbrecher entschädigen

17.12.2009

Die Sicherungsverwahrung für einen Gewaltverbrecher nachträglich zu verlängern ist nicht rechtens. Deutschland verstieß mit dieser Maßnahme gegen die Europäische Menschenrechtskonvention, urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Der heute 52-jährige Kläger ist ein wegen mehrerer Mordversuche und bewaffneter Raubüberfälle verurteilter Schwerverbrecher. Er hat die meiste Zeit seines Lebens hinter Gittern verbracht. Seit seinem 15. Lebensjahr [...]

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Muttersöhnchen wegen zweifachen Mordes für immer weggesperrt

30.07.2009
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Ein 58-jähriger Straftäter muss sich auf eine tatsächlich lebenslange Haftstrafe bzw. Sicherungsverwahrung einstellen. Gestern wurde der Wiederholungstäter, der 1981 als Freigänger zwei Frauen ermordete, endlich wegen dieser Morde verurteilt. Die “Karriere” begann in den Siebzigern mit schwere Raub (fünf Jahre Haft), setzte sich mit den Morden fort und wurde erst durch eine Freiheitsstrafe von 15 [...]

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Jugendtäter bleibt hinter Gittern

24.06.2009

Ein Sexualmörder, der zur Tatzeit 19 Jahre alt war, bleibt nach der Haft im Gefängnis. Er ist der erste auf den ein entsprechendes Gesetz angewandt wird. Erstmals in Deutschland wurde nach Ablauf einer Jugendstrafe jetzt nachträgliche Sicherungsverwahrung verhängt. Das Landgericht Regensburg entschied, dass der 31-jährige Sexualverbrecher Daniel I. nach Ende seiner Haft im Gefängnis bleiben [...]

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