Manche sind Verbrecher von Beruf. Sie bewerben sich, durchlaufen eine Art Ausbildung, machen Karrieren, besitzen Klienten, deren Problem sie lösen, etwa durch Beschaffung von Rauschgift, oder sie machen ihnen ein Dienstleistungsangebot, das seine eigene Nachfrage schafft, weil es nicht abgelehnt werden kann. Sie haben allgemeine Geschäftsbedingungen, eigene Betriebswirte und eine Rechtsabteilung, sie pflegen ein Berufsethos, Beziehungen zu anderen Firmen derselben Branche und eine Unternehmenskultur. Dennoch fehlt seit Edwin Sutherlands Reportage mit dem schönen Titel “The Professional Thief. By a Professional Thief” von 1937 eine gute Berufssoziologie der Kriminellen.
Das Buch des Oxforder Soziologen Diego Gambetta über Kommunikation unter Gangstern ist ein brillanter Beitrag zu einer solchen Soziologie. [weiterlesen …]
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