Posts tagged as:

Familienrecht

Vorlesen mit webReader

Der Renner unter den subtilen Weihnachtspräsenten kam in diesem Jahr aus Großbritannien.

Die Londoner Anwaltskanzlei Lloyd Platt & Company bot Gutscheine für eine Scheidungsberatung zum Verkauf. 30 Minuten ab 140 Euro. Abnehmer, so verriet die Kanzlei, seien Ehemänner und -frauen, aber auch Geliebte gewesen. Die Freude der Beschenkten darf in diesem Fall zwar bezweifelt werden, doch der Scheidungs-Gutschein verdeutlicht zweierlei. Erstens: Scheidungen sind teuer. Zweitens: Scheidungen haben manchmal etwas mit Weihnachten zu tun. Auf der Skala der Trennungsauslöser steht das Fest der Liebe weit oben. Bei jeder fünften Scheidung in Deutschland, so schätzen Experten, ist es der Tropfen auf den heißen Stein. “Einige Menschen sehen das Weihnachtsfest als ,Wunder‘ oder letzten Rettungsversuch für die verkorkste Ehe”, sagt Xaver Büschel, Paartherapeut aus Bonn.



Das bekommen Theodor Schmidt und seine Kollegen dann – zehn Trennungsmonate später – im Herbst zu spüren. Anders als in den USA, wo die Akademie der Scheidungsanwaltschaft seit Ende 2008 “einen gravierenden Rückgang” von Scheidungen beklagt, hat die Wirtschaftskrise hierzulande bislang nichts dergleichen bewirkt. Im Gegenteil: Sie beschert Schmidt, Fachanwalt für Familienrecht, sogar noch mehr Kunden. Der 46-jährige Bochumer war vor sechs Jahren einer der Pioniere der Online-Scheidung in Deutschland. Wieso den Partner fürs Leben nur im Internet suchen? Wieso ihn nicht dort auch wieder loswerden? (…)

Quelle: Süddeutsche vom 28.12.2009


{ Comments on this entry are closed }

Zuerst das Kindeswohl

23.12.2009

„Deutschland darf ledige Väter nicht mehr diskriminieren“, stand über den Berichten zu einem Urteil, das der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eben verkündet hat. Der Vorwurf: Nach dem geltenden Familienrecht blieben sie in der Regel vom Sorgerecht für ihre Kinder ausgeschlossen. Es sind nicht wenige Fälle: In den neuen Bundesländern werden schon [...]

Weiterlesen →

Rückständiger Unterhalt muss nach einem Jahr geltend gemacht werden

02.12.2009

Die (beiden) Familiensenate des Thüringer Oberlandesgerichts (THOLG) folgen der – mehr als 25 Jahre bestehenden – ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH), wonach rückständige Unterhaltsforderungen der Verwirkung unterliegen und deshalb binnen Jahresfrist geltend gemacht werden müssen. Anderenfalls droht die Verwirkung; d.h. kann der rückständige Unterhalt nicht mehr geltend gemacht (eingeklagt oder auch [...]

Weiterlesen →

Unterhalt: Erste und zweite Ehe werden gleich behandelt

24.11.2009

Unterhaltszahlungen – immer wieder Anlass für Streit. Kompliziert war es bislang besonders, wenn mehrmals geheiratet wurde. Das hat der Bundesgerichtshof nun vereinfacht: Alle Partner haben die gleichen Ansprüche, egal aus welcher Ehe. (Az XII ZR 65/09)
Ein geschiedener Ehemann kann seiner Ex-Frau den Unterhalt kürzen, wenn er für seine neue Frau ebenfalls [...]

Weiterlesen →

Steuerpflicht bei Unterhalt

04.11.2009

Das Bundesverfassungsgericht hat eine steuerliche Entlastung von Vätern oder Müttern abgelehnt, die nach einer Trennung nicht den vollen Unterhalt für ihre Kinder zahlen können. Nach einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss (Az: 2 BvL 3/05) können Elternteile, die Unterhalt zahlen müssen, den steuerlichen Kinderfreibetrag geltend machen – im Gegenzug müssen sie aber [...]

Weiterlesen →

Zwangsehen in Deutschland

26.10.2009

Unterdrückt, hilflos und alleingelassen. Die Rechtsanwältin Filiz Sütçü spricht über Frauen auf der Flucht aus der Zwangsehe.

Sie stammt selbst aus einer türkischen Familie, ist in Dachau aufgewachsen und hat Jura studiert. Heute arbeitet Filiz Sütçü in München als Rechtsanwältin; sie vertritt Frauen und Männer, die zwangsverheiratet wurden oder in arrangierten Ehen [...]

Weiterlesen →

Betreuungsunterhalt eines geschiedenen Ehegatten

11.10.2009

Der BGH hat mit Urteil vom 06.05.2009 (XII ZR 114/08) erneut zum Betreuungsunterhalt eines geschiedenen Ehegatten entschieden.

Billigkeitsentscheidung zur Verlängerung des Betreuungsunterhalts aus kindbezogenen Gründen bei individuell notwendiger Betreuung der Kinder, sofern nicht die Betreuung auf andere Weise oder in kindgerechten Betreuungseinrichtungen gesichert ist.
Er hat des weiteren zu den Erwerbsobliegenheit des betreuenden [...]

Weiterlesen →

Fußnote zum Jawort

28.09.2009

Wer auch in der Ehe auf Nummer sicher gehen will, entscheidet sich für einen Vertrag. Worauf Paare dabei achten sollten.
Bloß kein Risiko eingehen. Viele Menschen möchten sich möglichst gegen alle Eventualitäten versichern. Für den Fall, dass ihr Auto geklaut wird oder dass sie plötzlich teure Zahnprothesen brauchen. Nur bei der Eheschließung [...]

Weiterlesen →

Gemeinsam leben, getrennt sparen

19.09.2009

In finanziellen Dingen war Daniela L. frühreif. Bereits mit zehn kaufte sie einen Bundesschatzbrief, mit 15 folgte der erste Bausparvertrag, und mit 19 war sie bereits Vermieterin einer Zweizimmerwohnung. Bis heute hält die inzwischen 34-Jährige an ihrer strikten Spardisziplin fest. Monatlich investiert sie 400 Euro in Aktienfonds, dazu zahlt sie jährlich [...]

Weiterlesen →