Fast drei Jahrzehnte hat André Bamberski auf diesen Augenblick gewartet. Am heutigen Mittwoch kann der gläubige Katholik womöglich einlösen, was er am Grab der Tochter Kalinka gelobt hat. Im Sommer 1982 hatte er diesen Schwur getan. Auf dem kleinen Friedhof des nahe Toulouse gelegenen Dorfes Pechbusque versprach der Franzose feierlich, den Mann vor Gericht zu bringen, den er für den Mörder und Vergewaltiger des Mädchens hält: den deutschen Arzt Dieter K.
(…) Im Oktober 2009 hatte er den in Deutschland wegen Kalinkas Tod strafrechtlich nicht belangten Kardiologen nach Frankreich entführen lassen. Ein aus dem Kosovo stammender Mann hatte die Drecksarbeit gemacht, den 74-jährigen Mediziner vor dessen Wohnung in Scheidegg zusammengeschlagen, gefesselt, geknebelt und im Elsass unweit des Gerichtsgebäudes von Mühlhausen ausgesetzt. [weiterlesen …]
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