“Der größte Militär-Hack aller Zeiten” nennen die USA, was Gary McKinnon aus seinem Londoner Schlafzimmer geschafft hatte:
Angeblich auf der Suche nach Beweisen für die Existenz von Ufos, klinkte er sich in fast 100 US-Armee-Computer ein, zudem in Rechnersysteme von Luftwaffe, Marine, Pentagon und NASA. Unglaublich, was ein autistischer, arbeitsloser Mann zustande gebracht hat , unglaublicher noch, dass all diese Rechner offenbar angreifbar waren, am unglaublichsten, dass die USA diese Schwachstelle auch noch öffentlich einräumt. 800.000 USD soll der Schaden betragen, wie bemisst man den? Sind das die Kosten für die Absicherung all jener Systemlecks, die den US-Behörden untergejubelt wurden und nun gestopft werden mussten?
Jetzt wird es für Gary McKinnon allerdings ernst. Die Taten liegen schon ungefähr acht Jahre zurück und nun soll der 43-jährige nach sieben Prozessjahren tatsächlich ausgeliefert werden. Ihm droht in den USA lebenslängliche Haft.
Familie, Freunde und Anwälte von Gary McKinnon appellierten an US-Präsident Barack Obama und den gesunden Menschenverstand. Gary sei weder gefährlich noch hätte er böse Absichten verfolgt. Seine Krankheit, das Asperger-Syndrom, wird zum Argument gegen eine Auslieferung. Nur das sich die britischen Gerichte hierfür überhaupt nicht interessieren.
Mehr zu dem Fall in der Ärztezeitung vom 31.07.2009
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