Nach dem historisch schlechten Abschneiden ihrer Partei bei der Bundestagswahl fordern die Sozialdemokraten in der Hauptstadt einen kompletten Neuanfang. Nach Informationen des RBB verlangten die Berliner Sozialdemokraten am Montagabend in einem Schreiben eine personelle Erneuerung auf Bundesebene.
Über Parteichef Franz Müntefering und seine Stellvertreter Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück heißt es in dem Papier laut Hörfunkbericht, ein glaubwürdiger Neuanfang sei nur ohne sie möglich. Zudem distanzierte sich der erweiterte Landesvorstand demnach von den Reformen der “Agenda 2010″, die unter anderem die “Hartz”-Gesetze regelt.
An der Sitzung des Landesvorstands habe auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit teilgenommen – der dem Bericht zufolge auch nicht ungeschoren davonkam. Wowereit sei unter anderem wegen seines Führungsstils kritisiert worden.
Die Berliner SPD hatte bei der Wahl am Sonntag Verluste von mehr als 14 Prozentpunkten hinnehmen müssen – so viel wie sonst nirgends in der Republik. (…)
Quelle: Spiegel vom 29.09.2009
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