Neuer Wirbel beim Autozulieferer Continental: Ein Gericht erklärt die Wahl des Schaeffler-Beraters Koerfer in den Conti-Aufsichtsrat nachträglich für ungültig.
Continental habe die Hauptversammlung 2009 vor der Wahl Rolf Koerfers nicht ausreichend über mögliche Interessenkonflikte des Rechtsanwalts informiert, sagte ein Sprecher des Landgerichts Hannover am Freitag und bestätigte einen Bericht des “Manager Magazins“.
Conti kann innerhalb von vier Wochen gegen die Entscheidung Berufung einlegen. Der Fall käme dann vor das Oberlandesgericht Celle. Ein Sprecher von Schaeffler in Herzogenaurach sagte: “Wir können die Entscheidung nicht nachvollziehen und gehen davon aus, dass gegen dieses Urteil Rechtsmittel eingelegt werden.” Schaeffler hält direkt und indirekt 75 Prozent an Conti.
Rechtsanwalt Rolf Koerfer kündigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP Berufung gegen das Urteil an. “Wir haben Kenntnis von der Entscheidung, halten sie für unverständlich und werden Rechtsmittel einlegen”, sagte ein Sprecher seiner Kölner Kanzlei. (…)
Quelle: FTD vom 20.03.2010
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