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Antisemitismus

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Unschuldig verurteilt, verbannt – und erst spät rehabilitiert: Vor 150 Jahren wurde Alfred Dreyfus geboren. Sein Schicksal zeichnet ein erschreckendes Bild des Antisemitismus im Europa des 19. Jahrhunderts.



Eine Putzfrau brachte den Stein ins Rollen. Sie war vom französischen Geheimdienst in die deutsche Botschaft in Paris eingeschleust worden. Das Verhältnis zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich ist nach dem Krieg 1870/71 angespannt. Im Papierkorb des deutschen Militärattachés Max von Schwarzkoppen findet sie im September 1894 ein Dokument, in dem ein französischer Soldat den Deutschen Geheiminformationen über das Militär Frankreichs anbietet. Das Geheimdokument (“Bordereau”) schreckt die Militärführung auf. Wer war der Verräter? Es musste ein hochrangiger Militärangehöriger sein, der über viele Insider-Informationen verfügte.

Alfred Dreyfus scheint der perfekte Täter. Am 9. Oktober 1859 wurde er als Sohn eines jüdischen Textilunternehmers im Elsass geboren. Als einer der wenigen Juden schafft er den Aufstieg im Militär. Der Antisemitismus aber hatte sich längst eingenistet in der französischen Gesellschaft. (…)

Quelle: Focus vom 09.10.2009


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Die Pressefreiheit, das Feingefühl und die Wahrheit

26.08.2009

Ein Artikel der schwedischen Zeitung “Aftonbladet” sorgt für diplomatische Verstimmungen. Ohne handfeste Beweise beschuldigt der freie Journalist Donald Bostrom israelische Soldaten, Organe getöteter Palästinenser zu stehlen. Israel redet von Antisemitismus, Schweden dagegen von Pressefreiheit. Jener Artikel, der Donald Bostrom zu zweifelhaftem Weltruhm verhalf und seit einer Woche die Beziehungen zwischen Israel und Schweden belastet, ist [...]

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