Freitod mit Anleitung

24.09.2005

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Der umstrittene Schweizer Sterbehilfeverein Dignitas gründet in Hannover seine erste deutsche Filiale, damit “die Autonomie des Willens gewahrt bleibt”. Die Kirche mahnt, die Justiz ist alarmiert

Im Streit ums würdige Ende hat Ludwig A. Minelli ein hohes Ziel: “Wir wollen die deutsche Debatte ändern”, sagt der Züricher Rechtsanwalt und Generalsekretär von Dignitas. Der Sterbehilfeverein hat in den sieben Jahren seines Bestehens 453 Menschen beim letzten Gang begleitet – und dabei mit der Beschaffung des hoch dosierten Schlafmittels Natrium-Pentobarbital nachgeholfen. Damit “die Autonomie des Willens gewahrt bleibt”, will Minelli am Montag seine erste deutsche Filiale in Hannover eröffnen. Niemand soll mehr zu ihm in die Schweiz kommen müssen, “um sein Leben mittels eines Freitods in Würde beenden zu können.”

Quelle: taz vom 23.9.2005

Dazu auch: “Sterbehilfegesetz“,”Leichen als Geiseln” und Das “Recht” auf Tod; vgl. auch “Wie kann man die Angeklagte noch bestrafen?” und Sterbehilfe-Organisation gründet Verein in Hannover


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