Wien verdoppelt Steuern für Stiftungen

10.03.2010

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Österreich droht, seinen Status als Steueroase zu verlieren. Um die Staatsverschuldung zu reduzieren, hat die Wiener Regierung massive Steuererhöhungen beschlossen.

“Es wird hart für die Bürger”, räumte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) ein. Er werde aber dafür sorgen, dass die Kosten der von Spekulanten verursachten Finanz- und Wirtschaftskrise nicht auf die Masse der Bevölkerung abgewälzt werden. Die Steuererhöhungen sollen daher in erster Linie Banken und Versicherungen sowie Vermögende treffen.



Abgeschafft werden sollen laut Faymann unter anderem Steuerprivilegien für Stiftungen. Viele Investoren haben Vermögen steuerschonend in Österreich angelegt. Prominente Beispiele sind der inzwischen verstorbene Industrielle Friedrich Karl Flick und Franz Beckenbauer, der auch seinen Wohnsitz in Österreich hat. Schätzungen zufolge gibt es in Österreich rund 3.200 Stiftungen, in denen rund 60 Mrd. Euro liegen. Bislang werden die dort erzielten Zinserträge jährlich mit 12,5 Prozent besteuert. Der Steuersatz soll schrittweise auf bis zu 25 Prozent verdoppelt werden. Dadurch erhofft sich der Staat zusätzliche Einnahmen von bis zu 500 Mio. Euro. (…)

Quelle: FTD vom 10.03.2010


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