Anklage gegen Murray

8.02.2010

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Mehr als sechs Monate nach dem Tod von Michael Jackson erwartet seinen Leibarzt, Conrad Murray, nun eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung. Murrays Anwälte erklärten in Los Angeles, er werde am Montag festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt. Sollte Murray für schuldig befunden werden, so könnte er mit bis zu vier Jahren Gefängnis bestraft werden. Er selbst beteuert nach wie vor seine Unschuld. Der Kardiologe war der Letzte, der Jackson lebend sah. Er stand seit dessen plötzlichem Tod am 25. Juni 2009 im Zentrum der Ermittlungen.



Die erwartete Festnahme folgt einem tagelangen internen Streit zwischen der Staatsanwaltschaft und der Polizei von Los Angeles: Erstere hatte offenbar dem Wunsch von Murray zugestimmt, sich freiwillig zu stellen. Er hoffte, gegen die bei solchen Delikten übliche Kaution von 25.000 Dollar bis zur förmlichen Anklageerhebung frei zu bleiben. Schon vor Tagen flog er deshalb von Houston nach L.A. Vor allem aber ging es den Anwälten darum, Murray den Spießrutenlauf vor der Weltpresse zu ersparen, die schon seit Tagen vor dem Gericht in Los Angeles kampiert. (…)

Quelle: Süddeutsche vom 08.02.2010


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