Scham nach schweren Vorwürfen

2.02.2010

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Eigentlich gäbe es gute Gründe zu feiern. Vor 85 Jahren erhielt der Jesuitenorden in Deutschland die Erlaubnis zur “Errichtung einer privaten katholischen höheren Lehranstalt für die männliche Jugend“. Es war der Startschuss für das Berliner Canisius-Kolleg, eine Elite-Schule, die sich schon bald vor Aufnahmewilligen nicht retten konnte.

Doch den Verantwortlichen heute ist überhaupt nicht nach Feiern zumute. Das Kolleg wird von schwersten Vorwürfen erschüttert: Mindestens 20 Jungen sollen in den siebziger und achtziger Jahren von zwei ehemaligen Patres (…) sexuell belästigt oder missbraucht worden sein. An anderen Orten weitere Jugendliche. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt.



Am vergangenen Wochenende war der Leiter des Kollegs, Pater Klaus Mertes, in die Offensive gegangen. In einer “persönlichen Erklärung” schrieb er: “Liebe Kolleginnen und Kollegen, Ihr tiefes Entsetzen über die Untaten von zwei ehemaligen Patres teile ich mit Ihnen. Das Versagen der Ordensleitung, das in diesen Vorgängen auch sichtbar geworden ist, berührt Ihr Verhältnis zum Orden existenziell.” (…)

Quelle: fr-online vom 02.02.2010


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