Urteil im MolotowCocktail-Prozess erwartet

28.01.2010

Vorlesen mit webReader
closeArchivbeitrag

Als Yunus und Rigo am 1. Mai 2009 verhaftet wurden, dachten sie, die Verwechslung würde aufgeklärt. Die Schüler blieben 230 Tage in U-Haft. Jetzt wird das Urteil verkündet.

Der vergangene 1. Mai verbindet die beiden, der Tag, an dem aus zwei Waldorfschülern zwei Mai-Randalierer werden sollten, die “den Tod einer oder mehrerer Menschen billigend in Kauf genommen” hätten. So steht es in der Anklage. Siebeneinhalb Monate, 230 Tage, saßen Yunus K. und Rigo B. in Untersuchungshaft. Nun geht ihr Prozess vor dem Berliner Landgericht nach 23 Verhandlungstagen zu Ende. Der Vorwurf: versuchter Mord. Am 1. Mai sollen sie in Kreuzberg gegen 21.30 Uhr einen Molotowcocktail auf Polizisten geworfen haben. Am Kottbusser Tor, dort, wo zuvor die “Revolutionäre 1. Mai”-Demo zu Ende ging. Der Brandsatz schlägt vor den Beamten auf, doch Teile des brennenden Feuerballs treffen eine dort stehende 28-Jährige. An ihrem Rücken schlagen Flammen empor, die Frau erleidet Verbrennungen zweiten und dritten Grades. (…)

Quelle: taz vom 28.01.2010


RSS-Abonnement | Email-Service | Folgen Sie mir bei Twitter

Comments on this entry are closed.