Berliner JVA-Leiter spricht über Strafvollzug und Selbstmord

28.12.2009

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Die JVA: Die Justizvollzugsanstalt Moabit wurde 1881 an der Rathenower Straße gebaut und verfügt über 1.100 Plätze. Bis zu 87 Nationen sind unter den Häftlingen vertreten. Etwas weniger als die Häfte der Insassen sind Untersuchungshäftlinge. Die JVA Moabit ist die zweitgrößte U-Haft-Anstalt in Deutschland.

Der Leiter: Wolfgang Fixson wurde 1952 in Berlin geboren und hat hier Jura studiert. Der passionierte Segler ist geschieden und hat eine erwachsene Tochter. Er leitet die JVA seit 1992 so gut wie ohne Skandale. In den 90er-Jahren gab es einige Ausbruchsversuche. Bauliche Veränderungen und Videoüberwachung haben dazu geführt, dass kaum noch ein Insasse die Flucht wagt.

Die Terroristen: Als Regierungsrat zur Anstellung war Fixson in den 80er-Jahren an den Gesprächen mit den im Moabiter Hochsicherheitstrakt einsitzenden Gefangenen der “Bewegung 2. Juni” beteiligt. Ziel war, bei 2.-Juni-Mitgliedern wie Till Meyer – der zuvor gewaltsam aus Moabit befreit worden war – auszuloten, ob sie in den normalen Vollzug verlegt werden können. Der Hochsicherheitstrakt wurde 1989 geschlossen.

Sechs Häftlinge nahmen sich 2009 in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Moabit das Leben. Leiter Wolfgang Fixson über seinen Kampf gegen Suizide und den Traum vom Neil-Young-Konzert im Knast Moabit.

Das Interview in der taz vom 28.12.2009


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