Mit Kilometergeld zum ruhenden Verkehr

16.11.2009

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In den sonst so liberalen Niederlanden wird derzeit über ein neues System diskutiert, mit dem die Kfz-Steuer durch ein Kilometergeld ersetzt werden soll. Dazu müssten alle Autos mit einem GPS-System ausgestattet werden. Datenschützer warnen vor den vielfältigen Überwachungsmöglichkeiten.

Die Niederlande wollen nicht mehr den Besitz von Autos besteuern, sondern allein die Nutzung. Ab 2012 sollen Autofahrer für jeden gefahrenen Kilometer zahlen. Dafür fällt die Kfz-Steuer weg. Ebenso eine 25-prozentige Steuer, die der niederländische Staat bisher beim Kauf eines Neuwagens einsammelt. Ziel der Reform, die das Kabinett Ende vergangener Woche beschlossen hat: Der Wagen bleibt öfter stehen.

Die Regierung rechnete vor, dass der Autoverkehr um 15 Prozent zurückgehen werde, die Zahl der Verkehrstoten um sieben Prozent, der Pkw-Ausstoß von Treibhausgasen um zehn. Nur Singapur hat ein vergleichbares Modell. (…)



Damit die Abgaben abgerechnet werden können, soll in jedes Auto ein GPS-Gerät eingebaut werden. Die Kosten dafür übernimmt der Staat. Per Satellit erfasst das System die Route und funkt die Informationen an eine staatliche Zentralkasse. Am Monatsende zieht diese das Kilometergeld vom Konto des Autofahrers ab.(…)

Quelle: taz vom 15.11.2009


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