Eine Nachricht, die fassungslos macht

11.11.2009

Vorlesen mit webReader
closeArchivbeitrag

Am Abend verbreitete sich eine Nachricht, die so erschütternd war, dass man sie kaum glauben mochte. Robert Enke sei tot, hieß es, verstorben mit 32 Jahren. Kurz darauf wurde die Nachricht bestätigt, von Martin Kind, dem Präsidenten von Enkes Klub Hannover 96, und auch von Jörg Neblung, Enkes Freund und Manager.

Kurze Zeit später wurde ein Kommuniqué eines Polizeisprechers übermittelt, und die Kargheit der Formulierung machte die unfassbare Nachricht noch unfassbarer: Es habe “einen tödlichen Unfall an einem Bahnübergang gegeben”, sagte Stefan Wittke, Leiter der Pressestelle der Polizei Hannover. Wieder ein paar Minuten später erklärte Wittke, alles deute auf Selbsttötung hin. Enke, so hieß es noch später, habe sein Auto in der Nähe der Gleise abgestellt, anschließend sei er mehrere hundert Meter an ihnen entlang gegangen, ehe ihn ein Regionalzug erfasste und tötete.

Am Abend bestätigte sein Manager Neblung: “Robert hat sich um kurz vor sechs Uhr das Leben genommen.”

“Das ist ganz furchtbar”, sagte Hannovers Präsident Martin Kind über jenen Vorfall, der sich in Neustadt am Rübenberge im Ortsteil Eilvese ereignet hatte. Robert sei zuletzt labil gewesen, sagte Kind der Deutschen Presse-Agentur, das sei der Öffentlichkeit nur nicht aufgefallen. “Er hat das überlagert”, sagte Kind, er sei aber “sicher, dass es nichts mit Fußball zu tun hatte”. Am Abend informierte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seine Nationalspieler, die sich am Dienstag in Bonn zur Vorbereitung auf zwei Testländerspiele getroffen hatten. “Wir sind geschockt, uns fehlen die Worte”, sagte DFB-Manager Oliver Bierhoff. (…)

Quelle: Süddeutsche vom 11.11.2009

Verwandte Artikel


RSS-Abonnement | Email-Service | Folgen Sie mir bei Twitter

Comments on this entry are closed.