Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) soll sich dafür ausgesprochen haben, über Gebühren für Angebote im Internet nachzudenken. So zumindest berichtete es die Nachrichtenagentur dpa nach einer Rede Becks beim Mainzer Mediendisput mit dem Zitat: “Journalistische und verlegerische Arbeit ist auch im Netz etwas wert. Wir müssen uns darauf einstellen, wie das einer darauf nicht eingestellten Kundschaft vermittelt werden kann.” Das aber will der Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder so nicht verstanden wissen, wie es nun in einer Klarstellung hieß.
Bei der Tagung mit dem Motto “Schweigen, Lügen und Vertuschen – wenn die Wahrheit nicht mehr öffentlich wird” lieferten Vertreter aller Mediengattungen vor allem düstere Zustandsbeschreibungen und Zukunftsszenarien. Anlässlich des Mediengesprächs stellten Medienwissenschaflter der Universität Darmstadt eine Studie vor, die sich mit den Gefahren für den unabhängigen Journalismus auseinandersetzt [lesenswert für Juristen und Blawger insbesondere S. 23 ff. der Studie]. Das Autorenteam erwartet, dass sich die Krise der Zeitungen weiter verschärfen wird. “Die Betriebswirte haben längst die Herrschaft in den Redaktionen übernommen”, sagt Geribert Jakob von der Forschungsgruppe Medien. (…)
Quelle: ZEIT vom 11.11.2009
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