Italienisches Gericht verurteilt Agenten

5.11.2009

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Der Prozess wegen der Verschleppung eines ägyptischen Geistlichen in Italien hat mit einen Schuldspruch für fast alle Angeklagten geendet. Ein Gericht in Mailand verhängte am Mittwoch mehrjährige Haftstrafen gegen 23 Bürger der Vereinigten Staaten und zwei Italiener.

Das Urteil ist das weltweit erste im Zusammenhang mit dem geheimen Programm des amerikanischen Geheimdienstes CIA zur außerordentlichen Überstellung von Terrorverdächtigen (“secret renditions“).



Der Richter verurteilte 22 der amerikanischen Angeklagten zu fünf Jahren Gefängnis, ein weiterer muss für acht Jahre in Haft. Drei Amerikaner wurden mit Verweis auf diplomatische Immunität freigesprochen. In dem fast drei Jahre dauernden Verfahren mussten sich insgesamt 26 Amerikaner und sieben Italiener verantworten. Von den angeklagten Italienern erhielten zwei wegen Komplizenschaft bei der Entführung eine dreijährige Haftstrafe. Fünf mussten dem Richter zufolge freigesprochen werden, weil die italienische Regierung sich geweigert hatte, belastendes Beweismaterial freizugeben. Dieses sei als streng geheim klassifiziert worden. (…)

Quelle: FAZ vom 04.11.2009


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