Reiche für Reichensteuer

4.11.2009

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Eine Gruppe wohlhabender Bürger kämpft für ein eigenwilliges Ansinnen: Sie will die Einführung der Vermögensteuer durchsetzen. Die Mitglieder ernten reichlich Unmut und gut gemeinte Ratschläge.

(…) Dieter Lehmkuhl denkt, dass er es nicht mehr als irgendein anderer verdient, viel Geld zu haben. Dass es ungerecht ist, dass es sich ohne sein Zutun vermehrt. Seit jungen Jahren schon belastet ihn sein Reichtum mehr, als er ihn glücklich macht. Warum, wisse er selbst nicht so genau. Aber jetzt, mit 66, weiß wie er endlich, wie man mit Geld umgehen sollte, wenn man so viel davon hat.



Im Mai hat er eine Anzeige in der “Zeit” geschaltet. Mit dem Aufruf, Reiche stärker zu besteuern. So entstand die “Initiative Vermögender für eine Vermögensabgabe“. 45 wohlhabende Menschen sind inzwischen darin zusammengeschlossen, viele sind wie Lehmkuhl über ein Erbe zu Geld gekommen. (…)

Ihre gemeinsame Forderung haben die Wohlhabenden auf eine schlichte Formel gebracht: Wenn Menschen mit einem Vermögen von über 500.000 Euro zwei Jahre lang fünf Prozent von dem überschießendem Betrag abgeben, könnten rund 100 Mrd. Euro zusammenkommen. (…)

Quelle: FTD vom 04.11.2009


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  • fiat_iustitia
    Wem das Geld so in der Tasche brennt, dem bleibt unbenommen, es für ein soziales Projekt seiner Wahl zu spenden oder selbst eine Stiftung damit zu gründen. Man sollte aber nicht der Hybris verfallen, den eigenen Altruismus zum zwangsweise durchzusetzenden Maßstab für seine Mitmenschen zu machen.
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