Jacques Chirac – Landesgroßvater am Abgrund

31.10.2009

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Jacques Chirac ist nicht der erste französische Präsident, der unlauterer Machenschaften bezichtigt wird. Aber er ist der erste, der sich nach dem Auszug aus dem Elysée-Palast vor dem Strafrichter verantworten soll.

Die Untersuchungsrichterin Xavière Simeoni hat am Freitag Anklage gegen ihn erhoben. Seitdem Chirac im Mai 2007 aus dem Amt ausgeschieden ist, genießt er nämlich keine Immunität mehr. Nach Überzeugung der Richterin hat Chirac Staatsgelder veruntreut.



Um 21 Scheinarbeitsverträge geht es. Chirac soll sie abgesegnet haben, als er noch Bürgermeister der Hauptstadt war und als aufstrebender Politiker vor allem ein Ziel hatte: den Einzug in den Elysée-Palast. Laut der Anklage hat der von 1977 bis 1995 Paris regierende bürgerliche Rechte 21 Beamte, die auf der Gehaltsliste des Rathauses standen, nicht für das Wohl der Stadt arbeiten lassen, sondern für sich. Sie sollen für das Wohl der Partei Chiracs, der RPR, tätig gewesen sein.

Und die sollte später Chirac als Präsidentschaftskandidaten auf den Schild heben. (…)

Quelle: fr-online vom 31.10.2009


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