Gabriel analysiert schonungslos

23.10.2009

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Mit dem Schönreden hat es ein Ende. Der künftige SPD-Chef Sigmar Gabriel findet in einem Brief an einige besorgte Parteimitglieder deutliche Worte über den Zustand der Sozialdemokraten und seine Vorgänger.



Die SPD befinde sich in einem “katastrophalen Zustand“, heißt es in dem Schreiben, das der taz vorliegt. Es werde lange brauchen, bis sich die Sozialdemokraten erholt hätten. “Die Früchte unserer Arbeit – wenn sie denn gelingt – wird wohl eher die nach uns kommende Generation von Sozialdemokraten ernten”, schließt der noch amtierende Umweltminister den Brief. Das alles klingt wenig ermutigend.

Weiter kritisiert Gabriel – ohne Schröder oder Müntefering beim Namen zu nennen – seine Vorgänger scharf. Die SPD sei in den vergangenen Jahren zu einer Partei geworden, “in der die Mitglieder meist zu Fördermitglieder degradiert wurden”. Ohne Einfluss, ohne Meinungsbildung von unten nach oben. Gabriel verspricht eine grundlegende Reform. Die Basis müsse wieder aktiv am Willensbildungsprozess beteiligt werden. (…)

Quelle: taz vom 22.10.2009


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