Center for Sports Management untersucht den Sportwettenmarkt

22.10.2009

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Das Spiel mit dem Glück ist in Deutschland streng reglementiert. Durch das Glücksspiel-Monopol sind fast ausschließlich staatliche Anbieter erlaubt. Ein Forschungsprojekt des Center of Sports Management (CSM) des Instituts für Marketing und Management der Leibniz Universität Hannover untersucht die Regulierung des deutschen Sportwettenmarktes. Dabei kommen die Wissenschaftler zu einem interessanten Ergebnis: Das staatliche Monopol ist ökonomisch nicht zu rechtfertigen.



Im Jahr 2006 hatte ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts die bestehende Regelung für verfassungswidrig erklärt. Viele vermuteten damals als Resultat eine Liberalisierung des Marktes. “Stattdessen haben die Länder dafür gesorgt, dass es nun sogar ein verschärftes Monopol gibt”, sagt Projektleiter Dr. Luca Rebeggiani. Der neue Glücksspielstaatsvertrag vom 1. Januar 2008 verbietet de facto private Anbieter in fast allen Bereichen – begründet wird dies mit der Suchtgefahr. Lediglich bei Pferdewetten und beim Aufstellen von Geldspielautomaten sind Privatanbieter zugelassen.

Das Forschungsprojekt untersucht, ob diese Regulierung des Marktes gerechtfertigt ist – und zwar aus ökonomischer Sicht. “Bislang haben sich vorwiegend Juristen mit dem Thema befasst”, erläutert Rebeggiani. Die ökonomische Theorie befasst sich mit dem so genannten Marktversagen. “Eingriffe in den Markt sind gerechtfertigt, wenn ein Marktversagen vorliegt”, sagt der Experte. Beispiele für Marktversagen sind so genannte negative “externe Effekte”. “Wenn zum Beispiel eine Sportwetten und Glücksspiele – brauchen wir ein staatliches Monopol? Fabrik massiv Wasser verseucht, sollte der Staat mit Umweltauflagen reagieren.” Andere Beispiele für sinnvolle Regulierungen können Effizienzgründe sein: “Die Infrastruktur für den Schienenverkehr zum Beispiel kann mit Fug und Recht monopolisiert werden. Es macht wenig Sinn, wenn Einzelunternehmen eigene Schienennetze und Bahnhöfe bauen.” (…)

Quelle: idw-online vom 21.10.2009


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