Die fünf Forderungen des Star-Autoren

14.10.2009

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Der Star-Drehbuchschreiber Fred Breinersdorfer (u.a. “Sophie Scholl”) hat in der “Süddeutschen Zeitung” einen Forderungskatalog aufgestellt, was sich alles ändern müsste, damit sich ein Skandal wie der Fall Doris Heinze nicht wiederholen kann. Die ehemalige NDR-Fernsehspielchefin hatte jahrelang Drehbücher von sich und ihrem Ehemann in den Sender eingeschleust. Breinersdorfer deutet in dem Interview außerdem an, dass es auch jetzt noch “weitere Minenfelder” in der Fernsehbranche geben könnte, “auch beim ZDF”.



Erste und wichtigste Forderung Breinersdorfers: Er verlangt eine unabhängige Clearingstelle, der man ein von einem Sender abgelehntes Drehbuch nochmals zur Prüfung vorlegen könnte. Eine Art zweite Instanz der Drehbuchprüfung. Damit es nicht zu einer Flut ein zweiten Prüfungen kommt, schlägt er vor, das Recht auf Anrufung der Clearing-Stelle pro Autor auf einen Fall pro Jahr zu begrenzen.

Zweitens fordert Breinersdorfer einen Kodex für “fairen Umgang miteinander”.

Drittens: Redakteure bei Sendern sollten sich entscheiden müssen, ob sie Drehbücher schreiben oder als Redakteur arbeiten wollen. Breinersdorfer fordert also ein Verbot für fest angestellte Redakteure bei TV-Sendern, selbst Drehbücher zu schreiben und einzureichen.

Viertens: eine Offenlegung der Entscheidungshilfen der Redaktion bei der Auswahl der Stoffe. Als Beispiel nennt Breinersdorfer das Lektorat.

Fünftens: ein jährliches Symposium jeder Redaktion, bei dem Autoren, neue Bewerber und Filmstudenten über den Spielplan und neue Projekte diskutieren. (…)

Quelle: MEEDIA vom 14.10.2009


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