Nirgendwo gibt es mehr Überwachungskameras als in Großbritannien. Was fehlt, ist Personal. “Internet Eyes” will Bürger einspannen, um Verbrechen zu melden. Dem besten Hilfssheriff winken 1.000 Pfund Belohnung – Datenschützer sind empört.
Man muss kein Star sein, um das Interesse der Kameras auf sich zu lenken. Ein Trip nach London tut’s ebenso. Denn ob Tourist oder Einwohner, wer durch die britische Hauptstadt schlendert, wird auf Plätzen, in der U-Bahn und in Geschäften von unzähligen Sicherheitskameras auf Schritt und Tritt erfasst.
Nach Schätzungen der britischen Bürgerrechts-Organisation Liberty sind heute mehr als viereinhalb Millionen Überwachungskameras (Closed Circuit Television, kurz CCTV) im Land von Queen und Teatime im Einsatz. Auf 14 Einwohner der Insel entfällt statistisch gesehen eine Kamera.
Ob die als Mittel der Abschreckung und Verbrechensverhinderung taugen, steht aber auf einem anderen Blatt. Das behauptet zumindest das britische Startup-Unternehmen “Internet Eyes”. Nach Aussage von Firmengründer Tony Morgan fehlt nämlich oft das Personal, um das Geschehen auf allen Monitoren zu verfolgen. Die Folge: Diebstähle und andere Straftaten werden oft zu spät entdeckt. (…)
Quelle: ZDF/heute vom 12.10.2009

Comments on this entry are closed.