Staatsanwälte erheben schwere Vorwürfe gegen Ex-Chefarzt

3.10.2009

Vorlesen mit webReader
closeArchivbeitrag

Im Mönchengladbacher Prozess um einen der größten deutschen Klinikskandale hat die Staatsanwaltschaft schwere Vorwürfe gegen den Ex-Chefarzt der Klinik in Wegberg erhoben. Der 53-Jährige habe den Tod von sieben Patienten in Kauf genommen und mehr als 60 Körperverletzungen begangen, hielten die Strafverfolger dem Beschuldigten am Donnerstag in der Anklageschrift vor. Die Verteidiger nannten die Klageschrift “gesetzwidrig”.

Der frühere ärztliche Klinikleiter und Hauptangeklagte in dem Verfahren, Arnold P., soll laut Staatsanwaltschaft unter anderem angeordnet haben, dass zur Wunddesinfektion statt einer teureren sterilen Lösung frisch gepresster Zitronensaft verwendet wurde.



Dabei habe P. als Eigentümer der Klinik aus finanziellen Erwägungen gehandelt, zeigten sich die Staatsanwälte überzeugt: Der Angeklagte, der sich mit weiteren fünf Medizinern vor der Mönchengladbacher Strafkammer verantworten muss, habe “von Anfang an alle Abteilungen einem strengen Wirtschaftlichkeitspostulat unterzogen”. Gespart worden sei auch bei Blutkonserven und teuren Medikamenten. (…)

Quelle: Ärzteblatt vom 02.10.2009


RSS-Abonnement | Email-Service | Folgen Sie mir bei Twitter

Comments on this entry are closed.