Der Automobil-Weltverband hat ein Urteil zum inszenierten Unfall des damaligen Renault-Piloten Nelson Piquet junior gefällt. Die FIA sperrte den Renault-Rennstall für zwei Jahre, die Strafe wird allerdings zur Bewährung ausgesetzt.
Dagegen wurde der ehemalige Renault-Teamchef Flavio Briatore als mutmaßlicher Drahtzieher lebenslang aus der Formel 1 ausgeschlossen. Der 59-jährige Italiener darf künftig auch nicht mehr als Manager für Formel-1-Fahrer tätig sein.
Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso war nach Erkenntnissen der FIA nicht in das Komplott von Singapur eingeweiht. Der Spanier entging daher einer Strafe. Auch sein ehemaliger Teamgefährte Nelson Piquet Jr. kam ungeschoren davon, weil er sich dem Weltverband als Kronzeuge zur Verfügung gestellt hatte. Der Brasilianer war im Juli vom Renault-Team entlassen worden und informierte die FIA kurz darauf über den Betrug beim ersten Formel-1-Nachtrennen im vergangenen Jahr.
Der frühere Renault-Chefingenieur Pat Symonds wurde für fünf Jahre gesperrt. Dieses Urteil fällte das World Council des Automobil-Weltverbandes FIA am Montag nach 90-minütiger Anhörung und anschließender etwa dreistündiger Beratung im FIA-Hauptquartier in Paris. (…)
Quelle: ZDF vom 21.09.2009

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