Der Prozess gegen den ehemaligen Chefarzt des Essener Uniklinikums, Christoph B., wegen Bestechlichkeit und Betrugs hat vor dem Landgericht der Stadt begonnen.
Laut Anklage soll der renommierte Transplantationschirurg, zu dessen Patienten auch der verstorbene Bundespräsident Johannes Rau gehörte, von Krebspatienten der gesetzlichen Krankenkassen “Geld-Spenden” verlangt haben, wenn sie von ihm persönlich behandelt werden wollten. Verantworten muss sich der Starmediziner ebenfalls wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung.
Der seit Oktober suspendierte Chefarzt soll in 36 Fällen von den teilweise um ihr Leben bangenden Patienten Zahlungen von bis zu 22.000 Euro eingefordert haben. Insgesamt sollen rund 219.000 Euro auf ein Drittmittelkonto für Forschung und Lehre geflossen sein, auf das der Mediziner Zugriff hatte. (…)
Zur Last gelegt werden dem Transplantationsexperten auch 22 Fälle von Betrug im besonders schweren Fall, weil er entgegen vertraglicher Verpflichtungen Privatpatienten nicht persönlich behandelt, gleichwohl aber Honorar verlangt und erhalten haben soll. (…)
Quelle: Abendblatt vom 21.09.2009

Comments on this entry are closed.