Vor fünf Jahren brach sich der Weltklasseturner Ronny Ziesmer die Halswirbelsäule. Seitdem ist er gelähmt. Als Handbiker nimmt er kommenden Sonntag am Berlin-Marathon teil.
Die bewegungslosen Beine liegen leicht angewinkelt in metallenen Fußschlaufen. Der mausgraue Plastikhelm sitzt wie angegossen. Die Handgelenke sind an speziellen Bügelgriffen fest eingerastet, um beim Kurbeln nicht herauszurutschen. “Ronny, können wir loslegen?” Da fragt kein Geringerer als Heinrich Köberle. Er holte im Handbike vier Goldmedaillen bei den Paralympics, einer der größten behinderten Sportler der Welt. “Meinetwegen”, sagt Ronny Ziesmer. “Dann lass uns auf die große Runde gehen.” Köberle zwinkert Ziesmer kurz zu, und in Sekundenschnelle verschwinden beide auf der waldgesäumten Asphaltpiste. (…)
Quelle: WELT vom 14.09.2009

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