Grausam: Junger Mann geht zur eigenen Ermordung

26.08.2009

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Am Sonnabend gegen 23.20 Uhr wurde ein Pärchen von einem jungen Mann angehalten. Er hatte gegenüber dem Arzt (32) und dessen Freundin (28) behauptet, sein Freund Anton sei von einem schweren Ast am Kopf getroffen worden und liege nun leblos im Wald. Schnell hatte der Mediziner erkannt, dass Anton C. bereits mehr als eine Stunde tot war. Mysteriös: Während der Mann und die Frau auf Polizei und Rettungskräfte warteten, tauchte der junge Mann, der sie nur angehalten hatte, still und heimlich im Wald unter.

Für die Mordkommission ist er mindestens ein wichtiger Zeuge. Er könnte auch direkt mit der Tat zu tun haben. Denn schnell stellte sich heraus, dass die Geschichte mit dem Ast eine Lüge war. Die Obduktion der Leiche bestätigte die Einschätzung. Anton C. war gewaltsam ums Leben gekommen. Aber von einem herabfallenden Ast war er ganz sicher nicht erschlagen worden. “Wir wollen aus kriminaltaktischen Gründen keine weiteren Details zur Todesursache nennen”, sagt ein Beamter. “Es handelt sich um Täterwissen. Das ist wichtig, wenn es zur Vernehmung eines Verdächtigen kommt.”



Mysteriös ist auch, dass der gewaltsame Tod des Schülers eine Tat “mit Ansage” war. Stunden bevor seine Leiche gefunden wurde, hatte Anton C. noch seine Mutter über Handy angerufen. “Ich muss jetzt sterben”, hatte er ihr gesagt. (…)

Quelle: WELT vom 26.08.2009


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