Todeskandidat bekommt neue Anhörung

18.08.2009

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Der Oberste Gerichtshof der USA sprach dem zum Tode verurteilten Troy Davis am Montag das Recht auf eine neue Anhörung zu. Ein Gericht des Bundesstaates Georgia müsse Zeugen vernehmen und untersuchen, ob neue Fakten Davis´ Unschuld beweisen könnten, heißt es in dem Urteil. Es ist äußerst selten, dass das oberste Gericht in seiner Sommerpause solche Entscheidungen trifft.

Davis sitzt seit 18 Jahren in der Todeszelle und hat bereits drei Mal erreicht, dass die Vollstreckung der Strafe ausgesetzt wird.



Seine Schuld ist nach Ansicht von Kritikern nicht zweifelsfrei bewiesen. Der Afroamerikaner war 1991 wegen Mordes an einem weißen Polizisten in Savannah ausschließlich aufgrund von Zeugenaussagen zum Tode verurteilt worden.

Eine Tatwaffe, konkrete Beweise oder DNA-Spuren, die auf ihn als Täter deuteten, wurden nie gefunden. Nach einem von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International veröffentlichten Bericht zogen sieben der neun Zeugen ihre Aussagen später zurück und erklärten, den Angeklagten seinerzeit nur auf Druck der Polizei belastet zu haben. (…)

Quelle: FOCUS vom 17.08.2009


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