Spätestens seit der Fernsehserie “Der letzte Zeuge” oder amerikanischen “Pendants” der supermodernen Art ist das Interesse an der Pathologie in der Bevölkerung groß – so lange es sich um Fiktion handelt oder um einen Fall, der einen nicht näher betrifft.
Gerichtsmediziner scheinen es nicht leicht zu haben: ihre Patienten reden nicht mehr mit ihnen, es ist Sache des Pathologen, durch Untersuchen und Verstehen den Toten ihre Geheimnisse zu entlocken. Eine spezielle Sprache der Toten gewissermaßen, die sich darauf beschränkt, über Lebenswandel, Krankheiten, Süchte und genetische Vorbelastungen zu informieren.
Welchen Nutzen hat die Rechtsmedizin, wenn den Opfern nicht mehr geholfen werden kann?
Professor Michael Tsokos, seines Zeichens Gerichtspathologe, erklärt im Tagesspiegel vom 10.08.2009 an dem Fall eines plötzlich auf der Klassenfahrt verstorbenen 14-jährigen Mädchens, warum seine Arbeit so wichtig und befriedigend ist.

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