Das Fernsehen überträgt live. Die Einladungen sind verschickt. Der zweite Teil einer medialen Inszenierung mit dem Titel “Claudia Pechstein wird vom Eislauf-Weltverband (ISU) zu Unrecht des Dopings bezichtigt” läuft bereits. Am Donnerstag gibt die fünfmalige Olympiasiegerin in Berlin eine Pressekonferenz.
Vor einem Monat, nachdem Pechstein von der ISU wegen des Verdachts auf Blutdoping für zwei Jahre gesperrt worden war, hatte die 37-Jährige bereits einen Interview-Marathon absolviert und ihre Unschuld beteuert. Pechstein legte Einspruch beim Weltsportgerichtshof CAS ein.
Die ISU hatte zwischen Februar 2000 und Februar 2009 bei 95 Blutanalysen stark erhöhte Retikulozytenwerte festgestellt, die über dem zulässigen Höchstwert lagen. Den vom Verband erbetenen Beweis, dass es sich bei den Abweichungen um eine krankheitsbedingte Anomalie handeln könnte, erbrachte Pechstein nicht.
Ihre Berater, Anwalt Simon Bergmann und Manager Ralf Grengel, konzentrieren sich stattdessen auf angebliche Verfahrensfehler. (…)
Quelle: fr-online vom 06.08.2009
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