Protest: Zeitung boykottiert Leichtathletik-WM

6.08.2009

Vorlesen mit webReader
closeArchivbeitrag

Leser der “taz” werden über die Leichtathletik-Weltmeisterschaft aus ihrer Zeitung nichts erfahren: Die linksalternative Tageszeitung aus Berlin boykottiert die Berichterstattung über das Sportereignis, das vom 15. bis 22. August in der Hauptstadt stattfindet.

Der Grund: Die aus Sicht der “taz” inakzeptable Akkreditierungspraxis der Veranstalter. “Journalisten müssen sich für die Akkreditierung überprüfen lassen wie Schwerverbrecher”, kommentiert die Zeitung auf ihrer Website.


Gemeint ist eine “Zuverlässigkeitsprüfung”, die den Journalisten vom Berliner Organisations-Komitee (BOC) vorgelegt wird. Mit ihrer Unterschrift unter das Formular erklären sich Pressevertreter damit einverstanden, dass ihre persönlichen Daten umfassend geprüft werden. Dafür würden die Veranstalter Einblick bekommen in Datensätze der Polizei sowie des BND und des Verfassungsschutzes, kritisiert die taz, und nach Prüfung der Daten entscheiden, ob ein Journalist das Stadion betreten darf oder nicht.

“De facto kann von das BOC, einem privatwirtschaftlich organisierten Unternehmen, ein Beschäftigungsverbot für Journalisten erteilt werden”, so die taz. (…)

Quelle: fr-online vom 05.08.2009


RSS-Abonnement | Email-Service | Folgen Sie mir bei Twitter

Comments on this entry are closed.