“Frau Professor” muss noch warten

17.07.2009

Nostalgiebild Professor von der Schildermanufaktur Wien www.schilderundbilder.com (24 EUR)
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Es gab Zeiten, da sprach man die Ehefrau eines promovierten Arztes oder Richters mit “Frau Doktor” an. Auf die Idee, dass die Frau selbst promoviert haben könnte, kamen damals die wenigsten. Das hat sich grundlegend geändert, seit junge Frauen immer öfter einen akademischen Weg einschlagen. Schülerinnen erwerben mittlerweile häufiger die Hochschulreife als ihre Mitschüler, bei den Studienabschlüssen liegen sie ebenfalls leicht vorne. Und auch bei den Promotionen holen Frauen auf: Im Jahr 2007 erwarben in Deutschland etwa 10 000 Frauen den Doktortitel, ihr Anteil an den Promotionen stieg auf 42 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im Jahr 2000 hatte der Frauenanteil noch bei 34 Prozent gelegen.


Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) spricht von einem “enormen Sprung nach vorn”. Nun müsse allerdings auch der Anteil an den Professuren steigen, mahnt Schavan. Denn in Forschung und Lehre sind Frauen weiterhin unterrepräsentiert: Ihr Anteil an den wissenschaftlich Beschäftigten der Hochschulen liegt bei einem Drittel. Im Vergleich zum Jahr 2000 bedeutet das eine Steigerung um sechs Prozentpunkte.

Vor allem bei den Professuren gibt es noch immer einen großen Abstand zwischen den Geschlechtern. Nur 16 Prozent der Professuren sind mit Frauen besetzt. In der höchsten Besoldungsgruppe (C4/W3), in der die Bezahlung am besten und das Berufsprestige am höchsten ist, liegt der Frauenanteil sogar nur bei zwölf Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist dies dennoch ein Fortschritt; damals betrug der Wert sieben Prozent. (…)

Quelle: Süddeutsche vom 16.07.2009

Foto: Nostalgiebild Professor von der Schildermanufaktur Wien www.schilderundbilder.com (24 EUR)


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