Pressefreiheit: Niederlage für verurteilten Ex-Fußballer

16.07.2009

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Ein wegen Vergewaltigung verurteilter Ex-Fußballprofi ist mit einer Verfassungsbeschwerde gegen Medienberichte über seinen Prozess gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht hat in einem am Donnerstag in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss der Pressefreiheit den Vorrang vor dem Persönlichkeitsrecht des Fußballers eingeräumt.

Das Landgericht Köln hatte den damals 44-Jährigen im Oktober 2008 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er eine Domina gefesselt und mehrfach vergewaltigt hatte. Ein Internetportal hatte darüber mit Foto und Namensnennung berichtet und Details aus dem Sexualleben des Angeklagten genannt.


Nach den Worten der Richter ist das Intimleben zwar für die Medien normalerweise tabu – allerdings liege es fern, dass Sexualstraftäter sich auf diesen Schutz berufen könnten.

Quelle: Bundesverfassungsgericht vom 16.07.2009


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