Wie Scheidungskinder entfremdet und benutzt werden

16.07.2009

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Der entsorgte Vater” heißt ein bewegender Dokumentarfilm von Douglas Wolfsperger, der seit 11. Juni in den Kinos läuft. Er bewegt deshalb, weil der Regisseur nicht nur traurige Fälle von Vätern versammelt, denen der Kontakt zu ihren Kinder untersagt wurde, sondern auch ungeschützt von sich selbst spricht. Nach der Trennung von der Lebensgefährtin und jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen darf er seine mittlerweile 11-jährige Tochter nicht mehr sehen, das Gericht verbot es ihm. (…)


Kurz nach Filmstart erwirkte die Mutter eine Einstweilige Verfügung gegen die Verwendung eines Fotos, das die damals Dreijährige mit dem Vater zeigt. Gut zwei Sekunden ist das Bild zu sehen. Das Düsseldorfer Landgericht bestätigte am Mittwoch die Verfügung; der Antrag auf Aufhebung wurde abgelehnt. Begründung: Es fehle die schriftliche Erlaubnis für die Veröffentlichung. Und gerade das Persönlichkeitsrecht von Minderjährigen müsse besonders berücksichtigt werden. (…)

Erschütternde Vorstellung: Ein Mädchen, das im Rosenkrieg der Eltern zum Opfer wird. Der Hass – oder was ist es sonst? – einer Frau auf ihren Ex. Ein Hass, der zur Folge hat, dass der Vater nicht mal ein altes Foto öffentlich zeigen darf, als Unterpfand seiner Zuneigung zur Tochter, nicht mal zwei Sekunden lang. Und am Ende sind da Filmtechniker, die wegen dieser privaten Tragödie einen Zelluloidstreifen zerschneiden.

Quelle: Tagesspiegel vom 16.07.2009


Ausgeschmierte Männer: Ein Dokumentarfilm klagt an
vatersfreund – Der Blog für und über besorgte Väter und ihre Kinder vom 15.07.2009
Homepage zum Film "Der entsorgte Vater"

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