Der Begriff “Piratenpartei” ist derzeit in aller Munde. Unzählige Journalisten haben sich schon mit diesem jungen Phänomen beschäftigt – ein Phänomen, das ohne die Entwicklung des Internets und die grenzenlosen Möglichkeiten des digitalen Datenaustauschs so niemals möglich gewesen wäre.
2006 in Schweden gegründet, ist die Piratenpartei inzwischen auch in Deutschland, Österreich, Spanien oder Frankreich und nächstens auch in der Schweiz vertreten. Alle diese Parteien treten ein für die Stärkung der Privatsphäre im Internet, und sie alle haben sich dem Kampf gegen Monopole und Patente verschrieben.
Ganz oben in der Piraten-Agenda steht die Lockerung des geltenden Urheberrechts. Dieses erlaubt es zum Beispiel einem Komponisten zu bestimmen, ob seine Werke aufgeführt oder weiterverbreitet werden dürfen. Auf diese Weise kann er ein Einkommen erzielen.
Dass die Anhänger der Piratenpartei dagegen sind, hat seinen Grund: Viele von ihnen nennen das “Filesharing” über Internet- Tauschbörsen ihr Hobby. Nicht selten werden dabei Musikwerke oder Filme angeboten und heruntergeladen, die urheberrechtlich geschützt sind. (…)
Quelle: 20min vom 08.07.2009
