Münzen sammeln lohnt sich wieder

1.07.2009

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Die Republik Österreich legt zur Freude von Schwarzgeldanlegern eine ganz besondere Münze auf:

Das Objekt der Begierde hat einen Durchmesser von 37 Millimetern, besteht aus 999er Feinsilber und zeigt auf der Vorderseite eine Orgel, die Prägung des Herkunftslands, der “Republik Österreich“, und den Nennwert der Münze: 1,50 Euro; auf der Rückseite die Aufschrift “Wiener Philharmoniker Silber” sowie ein paar Instrumente des weltberühmten Orchesters.

Das Prägestück, unter Numismatikern inzwischen als “Silber Philharmoniker” bekannt, hat das Potential, den ohnehin leicht entflammbaren Zorn des deutschen Finanzministers Peer Steinbrück heraufzubeschwören. Denn die Unze Silber ist der Geheimtipp deutscher Anleger, die unauffällig ihr nicht ordentlich versteuertes Geld nach Hause transferieren wollen. (…)

Sie dient ausdrücklich der Geldanlage, nicht als Sammlerstück.

Der für den Geldtransfer maßgebliche Wert ist der Nennwert, also pro Münze 1,50 EUR. Der Marktwert beträgt aber 11-14 EUR. Pro Grenzübertritt können 10.000 EUR undeklariert mitgenommen werden, das sind 6.666 Münzen mit einem tatsächlichen Marktwert von 73.000-93.000 EUR, je nach Kurs. (Der Spiegel kommt auf 110.000 EUR, wie auch immer).

Die Silbermünzen der Deutschen Bundesbank liegen laut Bericht inzwischen wie Blei im Kassenraum.

Quelle: Spiegel vom 01.07.2007

Fotograf Gerd Altmann(geralt)/celestia PIXELIO

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