Bei den Wahlen im Iran soll es Unregelmäßigkeiten gegeben haben: Es wurden drei Millionen Stimmzettel zu viel abgegeben. Nun soll geprüft werden, ob das den umstrittenen Wahlausgang beeinflusst hat.
Der politisch einflussreiche Wächterrat hat Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen am 12. Juni im Iran festgestellt. Wie der iranische Fernsehsender Press TV am Sonntag auf seiner Internetseite berichtete, habe es in 50 Städten mehr Wähler als Wahlberechtigte gegeben. Der Sprecher des Wächterrates sagte im Fernsehsendder IRIB, die Unregelmäßigkeiten beträfen mehr als drei Millionen Stimmen. Es müsse jedoch noch geprüft werden, ob diese Stimmen für den umstrittenen Wahlausgang entscheidend gewesen seien, betonte der Sprecher.
Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte nach offiziellen Angaben bei der Wahl fast 63 Prozent der Stimmen erhalten, der Oppositionskandidat Mir Hussein Mussawi kam auf lediglich 34 Prozent. (…)
Quelle: taz vom 22.06.2009

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