Doping-Kommentar: Tour der Leiden

14.06.2009

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Man hat es schwarz auf weiß und will es doch nicht wahrhaben: Laurent Fignon, der Tour-de-France-Held der achtziger Jahre, ist lebensgefährlich an Krebs erkrankt. Im fortgeschrittenen Stadium. Er weiß nicht, wie lange er noch zu leben hat. Und er weiß auch nicht genau, wie es zu dieser furchtbaren Krankheit gekommen ist. Aber Fignon, einst als Intellektueller der Szene verschrien, deutete einen Zusammenhang mit den Zwängen seines Sports an: “Ich kann nicht sagen, dass Doping bei meiner Krankheit keine Rolle gespielt hat.”

In der Verneinung steckt die Bejahung: Natürlich. Auch der zweimalige Sieger der Tour de France nahm an dem Manipulationssystem teil, schluckte Amphetamin und Cortison. Ob sich dieses Verhalten von Fignon nun bitter gerächt hat, wird nie zu klären sein. Und so hat Frankreichs Radsport-Idol Bernard Hinault schnell dazu aufgerufen, “über die Krankheit und nicht über Doping” zu reden.

Warum nicht? (…)

Quelle: FAZ vom 14.06.2009


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