Das Wahlergebnis im Iran ist ein doppelter Rückschlag: Für die Demokratie der nahöstlichen Regionalmacht und für das Verhältnis der Islamischen Republik zum Rest der Welt.
Der Sieg des erzkonservativen Amtsinhabers Mahmud Ahmadinedschad wird von Experten als gezielte Manipulation der herrschenden religiösen Klasse gewertet.
Zugleich macht es die Bestätigung von Ahmadinedschad – dem erklärten Feindes Israels – der neuen US-Regierung schwer, mit ihrem Angebot eines neuen Dialogs Fortschritte im Atomkonflikt zu erreichen.
“Ich glaube nicht, dass irgendjemand ein solches Ausmass von Betrug erwartet hat”, sagt Karim Sadjadpour von der Carnegie-Stiftung für Internationalen Frieden in Washington. “Das war keine Wahl, sondern eine Auswahl. Nicht einmal autoritäre Regime wie Syrien oder Ägypten geben sich einen solchen Anschein von Demokratie.” (…)
Quelle: Blick vom 14.06.2009
Dazu auch: Mussawi fordert Annullierung der Wahlen

Comments on this entry are closed.