“Unsinn” meint ein US-Rechtsprofessor

11.06.2009

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Mark Denbeaux, ein Juraprofessor der Seton Hall Uniersity, hat in einem Bericht versucht, die Aussagen des Pentagon zu widerlegen. Verdächtig sei schon, dass das Pentagon die Namen von 60 Prozent derjenigen nicht nenne, die wieder in den Kampf gezogen seien oder sich wieder Terroristen angeschlossen hätten, weil sie unter Geheimhaltung stünden. Damit werden 45 der angeblich 74 Rückfälligen (von insgesamt 530 Freigelassenen) der Überprüfung entzogen, wobei sie als rückfällig nur deswegen gelten, weil stillschweigend vorausgesetzt wird, dass ihre Festnahme aufgrund der Tatsache erfolgte, dass es sich um Terroristen oder irgendwie “feindliche Kämpfer” handelte.

Nur 27 der 74 “Rückfälligen” seien bestätigt worden, räumt das Pentagon ein, von denen wieder 15 namentlich genannt werden, von denen wiederum 13 nachweislich in Guantanamo gewesen waren. Fraglich seien neben den Zahlen, was das Pentagon unter rückfällig verstehe.

Denbeaux hat mehrere Berichte des Pentagon über angebliche Rückfallquoten durchgesehen und sagt, dass die Zahlen entweder falsch seien oder keinen Sinn machten, wenn man sie mit zuvor genannten Zahlen oder anderen Berichten vergleiche. Im Pentagon weist man derartige Vorwürfe natürlich zurück. Pentagon-Sprecher Jeffrey Gordon erklärte, als er um eine Stellungnahme zur Analyse von Denbeaux gefragt wurde: “Wir weisen grundsätzlich die Schlussfolgerungen von Professor Denbeaux und seinen Studenten zurück. Die Analyse der Rückkehr zum Terrorismus, die das Verteidigungsministerium veröffentlicht hat, basiert auf geheimen Informationen, zu denen er keinen Zugang hatte.” (…)

Quelle: Heise vom 11.06.2009


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