Die britische Innenministerin Jacqui Smith will laut Medienberichten als Konsequenz aus dem Spesenskandal ihren Posten räumen. Sie wolle in der nächsten Kabinettsumbildung ihren Platz frei machen, berichten britische Medien unter Berufung auf Regierungskreise am Dienstag. Die 46-Jährige hat demnach bereits vor zwei Monaten Premierminister Gordon Brown den Rücktritt angeboten. Smith war im März in die Schlagzeilen geraten, nachdem sie Spesen für Pornofilme abgerechnet hatte, die ihr Mann angeschaut hat. Sie will aber erneut bei den Wahlen im Herbst antreten.
Smith habe sich, wie eine Vertraute sagte, nach den Enthüllungen verletzt gefühlt. Im Zuge der Aufdeckung des Spesenkandals im Parlament kamen weitere umstrittene Ausgaben heraus: ein 275 Euro teures Handy für ihren Ehemann, drei Digital- und eine Videokamera für 1.850 Euro sowie Kosten für ihren Steuerberater.
Die britische Ministerin für Regionen und Lokalverwaltungen, Hazel Blears, hat am Mittwoch ihren Rücktritt angekündigt. Sie wolle zurück zu ihren politischen Wurzeln, teilte die Ministerin am Vortag der Europawahlen in Großbritannien mit. Am Dienstag war bekannt geworden, dass Innenministerin Jacqui Smith bei der demnächst anstehenden Kabinettsumbildung ihren Platz freimachen will. (…)
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Quelle: taz vom 03.06.2009

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