Der “freie zusammenschluss der studierendenschaften“, kurz fzs, ist der größte nationale Studentenverband. Stolz wirbt er mit der hohen Zahl an Studierenden, für die er steht. “Mit rund 80 Mitgliedshochschulen vertritt der fzs eine Million Studierende in der Bundesrepublik”, brüstet sich der fzs. Doch ausgerechnet in seinem nur vierköpfigen Vorstand hat das PR-trächtige Repräsentationsmodell nun eine empfindliche Lücke bekommen. Die Studentensprecherin Anja Gadow, zuständig für den Bolognaprozeß und Frauenpolitik, ist keine Studentin mehr.
“Studienfach: Pharma und Chemietechnik”, heißt es bei ihr, aber das stimmt nicht. Die Technische Fachhochschule Berlin (TFH) hat sie exmatrikuliert – und zwar bereits im März 2008. Ihre Heimat-Studentenvertretung ist darüber schwer empört. “Es ist eine Sauerei zu behaupten, ‘Ich vertrete die Studierenden der TFH’, ohne wirklich zu studieren”, sagt der Vorsitzende des TFH-Studentenparlaments Marco Grenz. (…)
Quelle: taz vom 22.05.2009

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