Am Mikrofon steht Lord Griffiths of Fforestfach. Das klingt nach Harry Potter, und tatsächlich sitzen dem weißhaarigen Gentleman 200 ausgewählte Eleven gegenüber, denen Zauberkunst nicht schaden würde. Denn die Elite-Studenten aus der ganzen Welt, die aus Harvard, Oxford oder Bangalore nach einem Essay-Wettbewerb in diesem Jahr zum St.-Gallen-Symposium in die Schweiz reisen durften, sollen sehr bald in den Management-Etagen der Welt dafür sorgen, dass sich eine Finanz- und Wirtschaftskrise wie diese nicht wiederholt. In der Schweizer Kaderschmiede treffen sie auf Top-Manager und Finanzexperten , von denen viele selber hier studiert haben.
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ist da, die Vorstandsvorsitzenden von Credit Suisse und Eon, dazu Professoren aus der ganzen Welt. Lord Griffiths, selber Vize-Vorsitzender der Investmentbank Goldman Sachs, gibt ihnen gleich zu Beginn mit: Es sei ja vergleichsweise leicht, die Finanzmärkte zu regulieren. “Was sich aber ändern muss, ist die Kultur der Banken.” (…)
Quelle: taz vom 08.05.2009



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