ZDF-Doku: Bis unter die Haut

7.04.2009

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Viele Menschen begreifen noch nicht, was durch die Verknüpfung ihrer Daten heute alles möglich ist – das ist die zentrale Botschaft der sehenswerten ZDF-Dokumentation “Der gläserne Deutsche“. Wer nach Bahn-Skandal, Telekom-Spitzeleien und der hemmungslosen Überwachung bei Lidl immer noch glaubt, das habe nichts mit dem eigenen Leben zu tun, dem sei dieser kluge Film von Ulrike Brödermann und Michael Strompen ans Herz gelegt.

Er zeigt, wie man mit relativ geringem Aufwand detaillierte Informationen über fast jeden Bürger der Republik bekommen kann. Für knapp 200 Euro kann man bei professionellen Adressenhändlern Informationen über einen ganzen Stadtteil kaufen. Die Bewohner wissen davon nichts. Aber der Datenkäufer weiß dann, wo ein “Linker”, wo ein “Kleinbürger” und wo ein “Konservativer” wohnen, wie viel diese Menschen verdienen, was sie kaufen. Informationen über 70 Millionen hortet derzeit der größte deutsche Adressenhändler – ein verharmlosendes Wort. “Es werden sehr viele Informationen hinter dem Rücken der Menschen gesammelt, um sie danach gezielt mit Werbung zu bombardieren”, sagt Datenschützer Thilo Weichert.

Quelle: ZDF vom 07.04.2009

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