DNA-Panne: Das Phantom ist wirklich ein Phantom

28.03.2009

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Das Rätsel um das “Phantom von Heilbronn” ist gelöst: Die Gen-Spuren stammen nicht von der Mörderin, sondern von einer Arbeiterin, die mit den Wattestäbchen in Berührung gekommen war. Die Panne hat Konsequenzen.

Es war die vermutlich größte Ermittlungspanne der vergangenen Jahre: Weil Ermittler der Polizei an 40 Tatorten dieselbe DNA-Spur fanden, gingen sie von einem Phantomtäter aus, der an all diesen Delikten – darunter der Mord an einer Polizistin – beteiligt gewesen sein sollte. Am Freitag (27.03.2009) mussten Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt (LKA) in Stuttgart offiziell einräumen, dass die DNA-Spur von einer Arbeiterin in einem bayrischen Verpackungsbetrieb stammt. Von dort werden die Wattestäbchen für die Ermittlungsbehörden versandt. Die Suche nach den Tätern in den ungeklärten Fällen muss nun von vorne beginnen.

Die Panne, die rund eine Million polizeilicher Überstunden in den vergangenen beiden Jahren verursacht hat, führt zum Nachdenken über den zukünftigen Umgang mit dieser Ermittlungstechnik. Einig sind sich Politiker und Kriminologen darüber, dass die Fehler so schnell wie möglich aufgeklärt werden müssen, um Konsequenzen für die Zukunft ziehen zu können. Das gilt besonders für polizeiinterne Arbeitsabläufe, denn die Suche nach dem Phantom hat nicht nur Zeit, sondern auch sehr viel Geld verschlungen.

Quelle: DW-World vom 27.03.2009


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