Mordanklage gegen Phil Spector

25.03.2009

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War es Mord, Selbstmord oder ein Unfall? Vor vier Jahren wurde in der Villa des legendären Plattenproduzenten Phil Spector (66) die Leiche der damals 40-jährigen Schauspielerin Lana Clarkson aufgefunden. Bilder vom Prozess gegen Phil Spector.

Nach Meinung der Staatsanwaltschaft ist Spector ein „teuflischer Verrückter“. Er spiele mit dem Leben von Frauen „russisches Roulette“, sagte die Anklägerin Truc Do in ihrem Abschlussplädoyer.

Ein Hausangestellter hatte die Polizei gerufen, weil er Schüsse gehört hatte. Die Beamten entdeckten die Leiche sowie eine Waffe und führten Spector ab. In einem ersten Mord-Prozess vor zwei Jahren hatten sich die Geschworenen jedoch nicht auf einen gemeinsamen Urteilsspruch einigen können. Gegen eine Kautionszahlung in Höhe von einer Million Dollar ist Spector seitdem auf freiem Fuß. Vergangene Woche wurde nun in Los Angeles der Prozess gegen den Produzenten erneut eröffnet. Heute soll der Fall einer Jury zur Entscheidung übergeben werden.

Nach Meinung der Staatsanwaltschaft ist Spector ein „teuflischer Verrückter“. Er spiele mit dem Leben von Frauen „russisches Roulette“, sagte die Anklägerin Truc Do in ihrem Abschlussplädoyer nach einem Bericht der „Los Angeles Times“. Sie stellte ihn als einen Mann dar, „der glaubte, dass alle Frauen eine Kugel in den Kopf verdienen“ und zeigte den Geschworenen Bilder von fünf Frauen, die alle behaupten, Spector habe mit einer Waffe auf sie gezielt. “Bei fünf Frauen war die Trommel leer. Lana bekam die sechste Kugel”, sagte sie. Spectors Verteidiger plädieren dagegen auf seine Unschuld: Die 40-Jährige habe sich in einem „impulsiven und ungeplanten” Selbstmord selbst in den Rachen geschossen.

Quelle: Abendblatt vom 25.03.2009


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