Zermürbender Kampf um das Recht

22.03.2009

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Eine Mutter kämpft seit 2005, weil ihr Sohn nach einer Routine-OP behindert ist. Sie errang einen ersten Sieg.

Für Susanne P. ist die jüngst durch ein Buch aufgeflammte Diskussion über Behandlungsfehler in Spitälern eine Bestätigung – für den Kampf, den die 59-Jährige seit Jahren für ihren Sohn Phillip führt. Der KURIER begleitet das Schicksal der Familie P. seit dem Sommer 2001.

Damals wurde Phillip im Alter von 26 Jahren in Wien auf der Straße von (bis heute unbekannten) Schlägern verprügelt. Der IT-Operator erlitt Kopfverletzungen. Er erholte sich aber – wollte wieder nach Australien, wo er schon ein Jahr verbracht hatte, zurückkehren. “Die Sachwalterschaft für die Zeit, als Phillip in künstlichem Tiefschlaf lag, wurde Anfang 2002 aufgehoben. Er galt für das Gericht als Mensch, der sich selbstständig versorgen kann”, will Susanne P. festgehalten wissen.

Doch aus einem ganz normalen Leben wurde nichts. Bei einer Folge-Operation in einem Wiener Spital, die als unblutiger Routine-Eingriff galt, kam es zu einer Komplikation: Gehirnblutung.

Phillip kann seither kaum noch sprechen, ist Epileptiker, ein Arm ist gelähmt. Er benötigt 24 Stunden am Tag Betreuung.

Quelle: KURIER vom 23.03.2009


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